LEKTOR: AUFGABEN, ANFORDERUNGEN & GEHALTSAUSSICHTEN

Inhaltsverzeichnis

What does an Editor do - Ehlion

Die Bezeichnung „Lektor“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Vorleser“. Tatsächlich ist das Lesen eine der Hauptaufgaben eines Lektors. Doch der Lektoren Job beinhaltet noch einiges mehr: Erfahren Sie es in diesem Artikel.

Was ist ein Lektor? Ein Wort, mehrere Bedeutungen

Lektoren gibt es in mehreren Bereichen. So ist ein Lektor in bestimmten Ländern als Hochschullehrer zu verstehen. Damit grenzt er sich begrifflich von einem Professor ab, der meist einen permanenten Lehrstuhl innehat. Lektoren hingegen sind mehr Dozenten, die für Gastvorträge an Hochschulen und Universitäten kommen.

Als Lektor werden überdies Menschen bezeichnet, die als fest angestellte oder freie Mitarbeiter in der Verlagsbranche tätig sind: sogenannte Verlagslektoren. Sie wählen Manuskripte aus, korrigieren und bewerten diese. Kriterien für die Bewertung sind unter anderem Inhalt, Sprache und Marktpotential. Lektoren sind in dem Fall als Manager zu sehen. Sie begleiten den Autor bei der Entstehung seines Werks bis zur Platzierung am Buchmarkt.

Freiberufliche Lektoren bieten ihre Arbeit nicht nur für Buchverlage an, sondern unter anderem auch für Werbeagenturen, öffentliche Einrichtungen oder Übersetzungsagenturen wie im Fall von EHLION. Warum ein professionelles Lektorat Sinn für Ihre übersetzten Texte Sinn macht, erfahren Sie im Artikel Professionelles und stilistisches Lektorat für Ihre Texte„.

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Aufgaben: Was macht ein Lektor?

Die Tätigkeitsbereiche eines Lektors sind vielfältig. Wer sich fragt, was ein Lektor eigentlich genau macht, erhält Antworten in den folgenden Absätzen.

Buchprojekte managen

In erster Linie fungiert ein Lektor als Schnittstelle zwischen Autor und Verlag und ist demnach Projektmanager. Vom ersten Manuskript eines neuen Buchs bis zu dessen Veröffentlichung ist es oft ein langer Weg. Ein Lektor begleitet diesen auf professionelle Art und Weise. Im Zuge dessen bewertet und bearbeitet er Autorentexte nach ihrem Inhalt, ihrer Sprache und ihrem Marktpotenzial.

Nicht nur für ganze Bücher geeignet: Ein Lektorat macht auch für Unternehmensbroschüren, Mitarbeiterzeitschriften und weiteres Corporate Publishing Material Sinn. Informieren Sie sich jetzt zu den Leistung von EHLION!

Lesen, lesen, lesen

Wer sich in der Welt der Wörter wohlfühlt, hat einen großen Vorteil im Lektoren-Beruf. Denn eine seiner Hauptaufgaben ist das Lesen.

Was liest ein Lektor?

  • Sachbücher
  • Webseitentexte
  • Abschlussarbeiten
  • Werbetexte
  • Broschüren
  • Geschäftsberichte

Texte begutachten, bewerten, redigieren

Neben dem Lesen begutachtet, bewertet und verbessert ein Lektor verschiedene Manuskripte. Wie er einen Text einschätzt, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Inhalt
  • Sprache
  • Marktpotenzial

Deshalb verfügt ein Lektor über ein ausgeprägtes Hintergrundwissen des Buchmarktes, in dem er tätig ist.

Eigenständige Buchprojekte entwickeln

Zum Lektoren-Beruf zählt nicht nur das Überarbeiten von vorgelegten Manuskripten. Wer Erfahrung am Buchmarkt gesammelt hat, entwickelt mit der Zeit ein Gespür für die Leserschaft. Deshalb sind Lektoren oft Ideengeber für eigenständige Buchprojekte. Dazu zählen auch fremdsprachige Lektüren. Könnte ein französisches, spanisches oder chinesisches Buch auch für den deutschsprachigen Markt interessant sein, nimmt der Lektor Kontakt zum Autor auf. Zudem klärt er Lizenzen ab und kümmert sich um eine  Fachübersetzung.

Bücher bewerben

Der Lektor Beruf umfasst noch mehr, wenn er für einen Verlag arbeitet. Dann hört seine Arbeit nicht beim Lesen und Redigieren auf, sondern geht in die Bewerbung des neuen Buches über. Dazu gehören folgende Aufgaben:

  • Titel formulieren
  • Ideen für Buchcover bei Illustrator einreichen
  • Marketingmaßnahmen planen

 

Abgrenzung „Korrektorat“ und „Lektorat“

Anders als beim Korrektorat verbessern Lektoren in ihrem Beruf nicht nur Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, sondern passen auch die Wortwahl, Logik und Verständlichkeit des Textes an.

 

Übersicht: 10 Lektoren-Aufgaben

Der Arbeitstag eines Lektors ist sehr vielfältig. Die folgenden zehn Tätigkeiten zählen zu den wichtigsten im Lektorenalltag.

  1. Manuskripte begutachten, bewerten und bearbeiten
  2. Buchprojekte entwickeln
  3. Autoren suchen
  4. Honorare verhandeln
  5. Kosten kalkulieren
  6. Zeitpläne erstellen und überwachen
  7. Informationstexte (Klappen- und Umschlagstexte) verfassen
  8. Bücher vermarkten
  9. Lizenzen beschaffen
  10. Normale oder Fachübersetzung beauftragen

 

Qualifikationen eines Lektors

Welche Eigenschaften sollte jemand im Idealfall mitbringen, der als Lektor tätig sein will? Damit es keine Überraschungen für werdende Lektoren gibt, folgt ein kurzer Überblick zu den fachlichen und sozialen Anforderungen an einen Lektor.

Fachliche Fähigkeiten

  • Allgemeinwissen: Wer im Beruf Lektor erfolgreich sein möchte, sollte eine gute Allgemeinbildung mitbringen. Das erleichtert das Redigieren der unterschiedlichen Texte, mit denen man in seiner Lektoren-Karriere
  • Sprachgefühl & Freude am Schreiben: Wer als Lektor tätig ist, sollte ein ausgeprägtes Sprachgefühl haben, über den entsprechenden Wortschatz verfügen und gern mit Worten spielen. Denn oft sind es die stilistischen Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.
  • Management: Lektoren sind Projektmanager. Sie planen, organisieren und steuern komplette Buchprojekte – vom Manuskript bis zur Erscheinung. Dazu gehört auch das Erstellen entsprechender Zeitpläne.
  • Hochschulabschluss: Wer sich auf ein spezielles Tätigkeitsfeld fokussiert bzw. wissenschaftliche Texte lektoriert, sollte in dem Bereich eine fachliche Ausbildung nachweisen können. Das verhilft zu mehr Aufträgen und höherer Glaubwürdigkeit.
  • Marketing: Egal, ob als freier Lektor, oder angestellt bei einem Verlag – ein Grundverständnis von Marketing ist von Vorteil. Verlagslektoren arbeiten bei der Veröffentlichung von Neuerscheinungen eng mit der Marketing- und PR-Abteilung zusammen. Freie Lektoren sind bei ihrer Selbstvermarktung mit dem Thema konfrontiert.
  • Controlling: Zu jedem Projekt gehört, das Honorar mit dem Auftraggeber auszuhandeln und die Projektkosten zu kalkulieren. Der Verlagslektor beschäftigt sich mit Fragen zum Werbebudget für das neue Buch. Freie Lektoren sollten sich mit ihrem eigenen Stunden- oder Wortpreis auseinandersetzen.
  • Gesetz & Recht: Das Arbeiten als Lektor verlangt ein Grundverständnis der Gesetzeslage, die für die Branche gilt. So sind Einblicke ins Urheberrecht, Vertrags- oder Medienrecht wichtige Voraussetzungen für das erfolgreiche Lektorat.

Soziale Kompetenzen

  • Kommunikative Fähigkeiten: Neben den fachlichen Fähigkeiten sind auch einige soziale Kompetenzen gefragt. Eine der wichtigsten ist die Freude zur Kommunikation. Das verlangt der permanente Austausch mit Autoren, Auftraggebern, Redakteuren, Übersetzern, Mitarbeitern und auch Agenturen. Wer als freier Lektor tätig ist, benötigt die Kommunikationsgabe auch, um an neue Aufträge zu kommen.
  • Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl: Diese Charakterzüge sind als Lektor Er muss wissen, wie er Kritik gegenüber dem Autor des Textes so äußert, dass dieser nicht vor den Kopf gestoßen wird. Das macht die Zusammenarbeit angenehm und Folgeaufträge sind eher gesichert.
  • Verhandlungsgeschick: Es fällt eigentlich unter die kommunikativen Fähigkeiten, doch sei es an dieser Stelle besonders hervorgehoben: Wer als Lektor tätig ist, dem winken Honorarverhandlungen mit Autoren oder Leitern von Buchmessen. Mit Autoren verhandeln Lektoren nicht nur übers Honorar, sondern oft auch über Ausdrucksweisen und Inhalte von Textpassagen.

Sie finden sich in den beschriebenen Fähigkeiten wieder? Unter „Wie werde ich Lektor?“ (Verlinkung auf upcoming article „Wie werde ich Lektor?“) gibt es wertvolle Informationen zur Ausbildung eines Lektors. Lesen Sie jetzt mehr dazu und bewerben Sie sich noch heute als Lektor oder Lektorin für EHLION.

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KORREKTORAT UND LEKTORAT

 

Bedarf und Vorteile eines Lektors

Wer benötigt eigentlich einen Lektor? Und welche Vorteile ergeben sich durch das Engagieren eines Lektors? Der folgende Abschnitt liefert Antworten auf diese Fragen. Womöglich kommen Sie danach selbst darauf, dass Sie gern die Arbeit eines Lektors in Anspruch nehmen würden. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns noch heute.

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Einsatzgebiete von Lektoren: Wer benötigt einen Lektor?

Verlage

Besonders häufig sind Verlage auf Lektoren angewiesen, da sie mit Büchern und Magazinen handeln. Eine einwandfreie Rechtschreibung und Grammatik sind hier also essentiell. Da Autoren auch nur Menschen sind, ist das Überarbeiten der Buchmanuskripte durch einen professionellen Lektor ist eine logische Folgerung.

Presse- oder Werbeagenturen

Presse- oder Werbeagenturen greifen gerne auf Lektoren zurück, um Tippfehler auszumerzen. Zudem erhöht sich deren Reputation bei einwandfreier Grammatik und Rechtschreibung.

Privatpersonen

Für Privatleute sind Lektoren meist im universitären Bereich im Einsatz, wenn es um das Korrekturlesen von Bachelorarbeiten, Masterarbeiten oder Doktorarbeiten / Dissertationen geht.

Übersetzungsagenturen

Übersetzungsagenturen arbeiten mit Lektoren zusammen, wenn es um das Lektorat von Übersetzungen oder auch das Lektorat von Ausgangstexten geht. Bei letzterem prüft der Lektor Grammatik, Zeichensetzung und Orthografie sowie die Leserfreundlichkeit und Verständlichkeit von Texten, bevor diese in mehrere Sprachen übersetzt werden. Das spart Zeit und Kosten.

3 Vorteile durch die Arbeit mit Lektoren

  1. Konzentration aufs Wesentliche: Wer mit einem Lektor zusammenarbeitet, muss sich keine Gedanken mehr um korrekt formulierte Sätze oder die entsprechende Grammatik seiner Texte mehr machen. Und kann sich so auf sein Kerngeschäft fokussieren.
  2. Vier Augen Prinzip: Vier Augen sehen mehr als zwei. Und die Augen eines Lektors sind trainiert auf Satzbau, Rechtschreibung und Formulierungen. Selbst beim dritten Lesen seines eigenen Textes fallen Tipp- oder Kommafehler nicht auf – die klassische Betriebsblindheit.
  3. Höhere Glaubwürdigkeit: Ein einzelner Tippfehler in einem Buch, Werbetext, Masterarbeit oder Übersetzung bedeutet noch längst keinen Beinbruch. Wenn sich allerdings falsch gesetzte Kommas, Verdoppelungen und Schachtelsätze ohne Sinn dazu gesellen, schaut die Lage schon anders aus. Erhöhen Sie Ihre Glaubwürdigkeit mit einwandfreien Texten durch ein Übersetzungs-Lektorat.

 

Gehalt beim Arbeiten als Lektor

Das Lektoren-Gehalt zu beschreiben ist eine knifflige Angelegenheit, da mehrere Faktoren die Höhe des Verdienstes beeinflussen. Was ein Lektor verdient, hängt generell von seiner Berufserfahrung, dem Arbeitsort und der Höhe seiner Verantwortung ab. Zudem ist die Anstellungsart ausschlaggebend. Ist der Lektor fest bei einem Verlag angestellt, arbeitet er für einen Fachverlag, oder bestreitet er als Selbstständiger seinen Lebensunterhalt?

Übersicht: Gehalt eines Lektors in Deutschland

Angestellter Lektor GehaltFreiberuflicher Lektor Gehalt
Einstiegsgehalt Lektor/ MonatEUR 1.000,- bis 1.800,- bruttoje nach Verhandlungsgeschick
Durchschnittsgehalt Lektor / MonatEUR 3.600,- bruttoEUR 2.500,- – 3.000 brutto

 

Lektor Einstiegsgehalt

Der Einstieg in den Lektor Beruf geschieht häufig über ein Volontariat bei einem Verlag. Wer sich dafür entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Lektor Gehalt eher klein ausfällt. Mehr als 1.000 – 1.8000 Euro brutto pro Monat sind selten drin. Das liegt daran, dass die Projekte anfangs auch eher kleiner sind und vorwiegend einem Lektor zugearbeitet wird, der schon länger im Verlag tätig ist.

Angestellter Lektor Gehalt

Laut stepstone.de sind als Lektor bei einem Verlag rund EUR 43.600,- brutto an Gehalt im Durchschnitt pro Jahr zu erwarten. Das ergibt pro Monat rund 3.600,- EUR brutto.

Freiberuflicher Lektor Gehalt

Eine festgelegte Vergütung für freiberufliche Lektoren gibt es nicht. Grundsätzlich geht die Gehaltsspanne von 2.500 bis 3.000 Euro, abhängig von Branche und Qualifikation.

Wer freiberuflich tätig ist, sollte sich zu Beginn überlegen, ob er entweder zum Stundenlohn arbeitet, oder zu einem vorab festgelegten Satz. Nicht selten kommen sogar Seiten- oder Worthonorare zum Einsatz. Oft klingen diese Vergütungen hoch, berücksichtigt werden muss allerdings, dass der Lektor von diesem Geld auch Materialien und Miete bezahlen muss.

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Fazit: Was macht ein Lektor?

Egal, ob als freier Lektor oder als fest angestellter bei einem Verlag: Wer als den Beruf Lektor ausübt, sollte eine einwandfreie Grammatik und Rechtschreibung beherrschen, sich gerne mit der Sprache an sich beschäftigen, Organisationsgeschick haben und eine große Portion an Fingerspitzengefühl mitbringen. Denn Lektoren managen Buchprojekte, lesen viel, kommunizieren sowohl mit Autoren als auch Verlagen und Werbe- oder Übersetzungsagenturen.

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